Wie erkenne ich Betrugsversuche? Was kann ich im Alltag tun, um mich besser zu schützen? Und worauf sollte ich besonders achten – am Telefon, online oder unterwegs?
Mit diesen wichtigen Fragen beschäftigte sich unser Vortrag „Schutz vor Diebstahl, Raub und Betrug“ am 19.03.2026. Gemeinsam durften wir einen informativen und praxisnahen Abend erleben, der gezeigt hat: Prävention beginnt im Alltag – und Wissen ist der beste Schutz.
Der Anlass bot viele wertvolle Hinweise, konkrete Beispiele aus der Praxis und hilfreiche Tipps, wie man sich selbst, aber auch Angehörige und Nachbarinnen und Nachbarn besser schützen kann. Gerade Betrugsmaschen verändern sich laufend – umso wichtiger ist es, aufmerksam zu bleiben und im Zweifelsfall lieber einmal mehr nachzufragen.
Ein Thema, das uns alle betrifft
Ob Taschendiebstahl, Einbruch, falsche Polizisten am Telefon, Schockanrufe oder Liebesbetrug im Internet – Kriminelle nutzen gezielt Stress, Unsicherheit oder Hilfsbereitschaft aus. Besonders perfide ist, dass viele Betrugsversuche sehr glaubwürdig wirken.
Ein wichtiger Punkt aus dem Vortrag war deshalb:
Betrug kann jede und jeden treffen.
Nicht Unwissenheit ist das Problem – sondern die professionelle Manipulation durch die Täterinnen und Täter.
Umso wertvoller war der gestrige Abend: Er hat sensibilisiert, aufgeklärt und Mut gemacht, im Ernstfall richtig zu reagieren.
Die wichtigsten Merksätze aus dem Vortrag
- Keine Herausgabe von Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen
- Keine persönlichen Daten, Passwörter oder Bankinformationen am Telefon weitergeben
- Bei Druck, Angst oder Zeitstress: Gespräch sofort beenden
- Im Zweifel immer selbst zurückrufen oder direkt die Polizei kontaktieren
- Mit Familie, Freunden und insbesondere älteren Angehörigen offen über Betrugsmaschen sprechen
- Gerade beim Thema Telefonbetrug gilt ganz klar: Auflegen ist nicht unhöflich – Auflegen schützt.
Weiterführende Informationen – kurz erklärt
Damit das Gehörte nicht nur im Vortrag bleibt, haben wir hier die wichtigsten offiziellen Informationsseiten zusammengestellt. Diese eignen sich ideal zum Nachlesen oder auch zum Weiterleiten an Angehörige und Bekannte.
Diebstahl und Raub – worauf achten, was tun im Ernstfall?
Die Kantonspolizei Bern erklärt verständlich, wie man sich vor Diebstahl und Raub schützen kann und was zu tun ist, wenn man betroffen ist. Dort findest Du auch Hinweise zur Meldung eines Diebstahls sowie Informationen zur Online-Anzeige. Die Polizei weist darauf hin, dass gewisse Delikte online gemeldet werden können und in Notfällen immer die 112 gilt.
➡️ Diebstahl und Raub – Kantonspolizei Bern
Telefonbetrug – falsche Polizisten, Enkeltrick & Co.
Die Broschüre der Schweizerischen Kriminalprävention zeigt, wie Telefonbetrüger vorgehen. Besonders wichtig: Täter geben sich oft als Verwandte, Bekannte oder sogar als Polizei aus. Sie erzeugen Druck, verlangen Geld oder Wertsachen und arbeiten teils sogar mit manipulierten Telefonnummern. Die Polizei ruft laut Broschüre niemals an, um Wertsachen abzuholen oder Geld zu verlangen.
➡️ Bei Anruf … Betrug! – Broschüre Telefonbetrug
Schockanruf: «Legen Sie einfach auf!»
Diese Informationsseite der Schweizerischen Kriminalprävention widmet sich den sogenannten Schockanrufen. Dabei werden Betroffene mit einer dramatischen Geschichte – etwa einem Unfall, einer Festnahme oder einer Notsituation eines Familienmitglieds – massiv unter Druck gesetzt. Die klare Empfehlung lautet: sofort auflegen, Polizei 117 kontaktieren und Anzeige erstatten.
➡️ Legen Sie einfach auf! – Schutz vor Schockanrufen
Aktuelle Warnung der Kantonspolizei Bern
Die Kantonspolizei Bern meldete erst kürzlich eine starke Zunahme betrügerischer Telefonanrufe im ganzen Kanton Bern. Laut Medienmitteilung erfolgen diese Anrufe in Schweizerdeutsch, Deutsch, Französisch und Englisch – ein wichtiger Hinweis dafür, wie breit diese Masche eingesetzt wird. Gerade deshalb lohnt es sich, aktuell informiert zu bleiben.
➡️ Aktuelle Medienmitteilung: Vorsicht vor Telefonbetrug
Romance Scam – Liebesbetrug im Internet
Ein weiteres wichtiges Thema ist der sogenannte Romance Scam (Liebesbetrug). Dabei werden gefälschte Profile auf Social Media oder Partnerplattformen erstellt, um Vertrauen aufzubauen, Gefühle vorzutäuschen und später Geld zu verlangen. Die Schweizerische Kriminalprävention betont, dass jede und jeder betroffen sein kann und dass Angehörige oft eine wichtige Rolle bei der Früherkennung spielen.
➡️ Romance Scam – Medienmitteilung der SKP
Broschüre: «Grosse Liebe? Grosse Lüge!»
Diese Broschüre erklärt den Liebesbetrug im Internet besonders anschaulich und bietet konkrete Warnsignale sowie praktische Verhaltenstipps. Sie eignet sich sehr gut zum Weitergeben – gerade auch an Menschen, die online neue Kontakte knüpfen oder Dating-Plattformen nutzen.
➡️ Grosse Liebe? Grosse Lüge! – Broschüre herunterladen
Unser Fazit
Der gestrige Vortrag hat eindrücklich gezeigt:
Sicherheit beginnt mit Aufmerksamkeit, Austausch und dem Mut, im Zweifel Nein zu sagen.
Wer informiert ist, erkennt Gefahren schneller – und kann auch andere schützen. Besonders wertvoll ist es, das Gelernte im Familien- und Freundeskreis weiterzugeben, denn gerade ältere Menschen oder alleinstehende Personen geraten oft gezielt ins Visier von Betrügern.
Wir danken allen Teilnehmenden herzlich für das Interesse und den offenen Austausch. Solche Anlässe zeigen, wie wichtig es ist, sich gemeinsam mit aktuellen Alltagsthemen auseinanderzusetzen.
Bitte weitersagen 💛
Wenn Du das Gefühl hast, dass diese Informationen auch für Deine Eltern, Grosseltern, Nachbarn oder Bekannte hilfreich sein könnten, teile diesen Beitrag gerne weiter.
Denn oft gilt: Ein Gespräch zur richtigen Zeit kann viel verhindern.
